Wir schauen auf unseren Impact nicht nur in Zahlen, sondern in den Gesprächen, die junge Menschen führen, in den Perspektiven, die sie mitnehmen, und in den Fragen, die danach weiter in ihnen arbeiten. Hier ist, was wir herausgefunden haben.
der Teilnehmenden besuchten zum ersten Mal einen Workshop zu Themen wie Vielfalt, Identität oder Inklusion
hatten danach Lust, mehr über Diversität zu lernen, auch diejenigen, die am Anfang eher unsicher waren
Daten aus dem Play, Reflect, Act! Erasmus+ Projekt, unserem transnationalen Workshop-Programm für 13 bis 18-Jährige.
Unsere Workshops finden in Berlin und Istanbul statt, zwei Städte, zwei Kontexte, aber dieselben Spiele und dieselbe Haltung: Wir holen junge Menschen dort ab, wo sie gerade stehen.
Wir arbeiten in verschiedenen Berliner Kiezen, von Schulen und Jugendzentren in Neukölln und Kreuzberg bis zu unserem Studio in der Oranienstraße. Die Teilnehmenden reichen von Jugendlichen aus alternativen Schulformen bis zu jungen Menschen, die sich mit diesen Themen zum ersten Mal beschäftigen.
In Istanbul laufen die Workshops gemeinsam mit Learning Designs in ihrem Büro in Beyoğlu. Für viele Jugendliche waren das die ersten strukturierten Gespräche über Themen wie Geschlechtsidentität, Sexualität oder Behinderung, in einem Umfeld, in dem solche Themen öffentlich oft schwer anzusprechen sind.
Basierend auf Vorher-Nachher-Befragungen, Interviews und Fokusgruppen im Projektzyklus 2024 bis 2025.
Viele beschrieben die Workshops als ganz anders als Schule: persönlicher, relevanter, lebendiger. Selbst diejenigen, die am Anfang skeptisch gegenüber dem Spieleformat waren, hatten am Ende Spaß am kreativen Prozess.
Für viele waren die Inhalte komplett neu, von Behinderung als soziales Modell bis zu verschiedenen Geschlechtsidentitäten. Die Gespräche untereinander führten zu Peer-Learning, das weit über das hinausging, was wir geplant hatten.
Die Mischung aus Spiel und moderiertem Gespräch schuf einen sicheren Raum. Mehrere Teilnehmende sagten, dass sie sonst selten offen sprechen, hier aber das Gefühl hatten, dass es geht.
Der Einstieg über Spielcharaktere funktionierte durchgehend gut, besonders bei Leila's Play, das als zugänglich und sicher wahrgenommen wurde. Die narrative Distanz machte schwierige Themen leichter besprechbar.
In den Game Jam Workshops entwickelten die Jugendlichen Teamarbeit, Storytelling und erste Programmierkenntnisse, während sie gleichzeitig soziale Themen erkundeten. Ein eigenes Spiel zu einem Thema zu entwickeln, das ihnen wichtig ist, wurde als herausfordernd, aber richtig bedeutungsvoll beschrieben.
Die Reaktionen in Berlin und Istanbul unterschieden sich deutlich: In Berlin kannten viele Jugendliche die Themen schon. In Istanbul war vieles komplett neu und brauchte mehr Zeit für Vertrauen und Ankommen.
Es hat richtig Spaß gemacht, zusammen auf dem Sofa zu spielen und ich hab sogar was über Coding gelernt.
Mir wurde klar, wie viele verschiedene Menschen es gibt. Die Welt ist groß und vielfältig.
Am Anfang waren alle ein bisschen distanziert, aber nach dem ersten Spiel war die Stimmung total warm. Der Raum hat auch geholfen, gemütlich und einladend.
Mein eigenes Spiel zu designen klang wie ein Traum, den ich nie erreichen könnte.
Unsere Moderatorin war super warm und zugänglich. Ich öffne mich sonst nicht so schnell, aber hier ging es.
Ich dachte, es wäre zu simpel oder zu technisch, aber am Ende hat mir sogar das Spaß gemacht, was mich eigentlich nicht interessiert hätte.
Unsere Spiele wurden europaweit ausgezeichnet, in der Games-Branche, der Kinder- und Jugendmedienwelt und der politischen Bildung.
Alle unsere Spiele und Programme wurden öffentlich gefördert, so bleiben unsere Games kostenlos und unsere Workshops zugänglich.
Ein narratives Spiel über Gender, Sexualität, Consent und Identität für junge Menschen ab 11 Jahren. Kofinanziert durch Medienboard Berlin-Brandenburg und die Türkische Familien-Gesundheits- und Planungsstiftung (TAPV) mit Crowdfunding-Unterstützung. Eines der ersten Spiele dieser Art in Deutschland, jetzt auf Deutsch, Englisch und Türkisch verfügbar.
Ein Detektivabenteuer über Behinderung, Barrierefreiheit sowie neuro- und körperliche Diversität. Kofinanziert durch Medienboard Berlin-Brandenburg und das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWi). Derzeit in Entwicklung, geplante Veröffentlichung für PC, Mac, Tablet und Konsole.
A transnational Erasmus+ Small Scale Partnership between Food for Thought (Germany) and Learning Designs (Turkey). Workshops ran in Berlin and Istanbul with young people aged 13–18, combining Sibel's Journey, Leila's Play, and a Game Jam. Produced a published Impact Report and Workshop Guidelines.
A cultural education project funded by the Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung (Projekt-Nr. 37133-261), bringing young people into the game design process. Participants co-create characters and game concepts, exploring social themes through storytelling and design, with professional game designers as mentors.
Deine Unterstützung hält Workshops für Schulen und Jugendzentren kostenlos, die sie sich sonst nicht leisten könnten. Jeder Beitrag fließt direkt in unser Programm.